Podiumsdiskussion in Anwesenheit von Fernand Melgar, der Bundesrätin Simonetta Sommaruga & Frau Prof. Dr. Martina Caroni.
Der in Tanger geborene spanischstämmige Schweizer Filmemacher Fernand Melgar lebt seit 1963 in Lausanne. Er bildete sich autodidaktisch aus und drehte ab 1985 seine ersten Werke, hauptsächlich Dokumentarfilme. Im selben Jahr war er Mitgründer des Kollektivs «Climage», eine Vereinigung unabhängiger Regisseure, die Dokumentarfilme zu vor-wiegend sozialen, kulturellen und historischen Themen produziert. Melgar drehte bis heute mehr als zwanzig Filme, darunter Remue-ménage (2002) über einen Autoschlosser, der in seiner Freizeit gerne als Frau ge-kleidet und geschminkt durch den Ort stöckelt. Exit (2005), ein Film über Sterbehilfe in der Schweiz, wurde an zahlreichen internationalen Festivals gezeigt. Für den Film La Forteresse, der das Leben von Asylbewerbern und Betreuern im abgeschotteten Empfangszentrum Vallorbe dokumentiert, erhielt Melgar am Filmfestival Locarno 2008 den Goldenen Leoparden («Cinéastes du présent»). Dieses Jahr trat Melgars Film Vol spécial im internationalen Wettbewerb von Locarno an und wurde mit dem Preis der Ökumenischen Jury und dem «Prix des Jeunes» ausgezeichnet.






